Dieser Kurs findet vom 08.07.-15.07.2021 digital statt.
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DK-3 Wissen schaffen.
Wissenschaft am Beispiel immunologischer Grundlagenforschung

Kursbeschreibung

Wieso ist wissenschaftliche „Wahrheit“ ständig im Wandel? Wie werden aus experimentellen Daten Erkenntnisse gewonnen? Und wie werden diese Erkenntnisse zu Thesen zusammengefasst, verifiziert und schließlich publiziert?

Nachrichten über klinische Studien und biomedizinische Grundlagenforschung sind in Zeiten einer globalen Pandemie zu einem festen Bestandteil unserer Medienlandschaft geworden. Dabei stellt die korrekte Vermittlung empirischer Fakten eine große Herausforderung dar. Wie diese Fakten gewonnen werden ist für Laien meist nur schlecht nachvollziehbar oder mit falschen Vorstellungen verknüpft.

Der Kurs befasst sich mit den Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens am Beispiel immunologischer Grundlagenforschung und lässt sich in drei Teile gliedern:

  1. Die Teilnehmenden erarbeiten mit Hilfe von Kurzreferaten die Grundlagen des Immunsystems und das methodische Spektrum der Immunologie.
     
  2. Anhand aktueller immunologischer Forschungsarbeiten wird die Entstehung wissenschaftlicher „Wahrheit“ nachvollzogen. Der Kurs analysiert und diskutiert Beispiele für gutes und schlechtes wissenschaftliches Arbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Unterscheidung zwischen fachlichen Mängeln, methodisch bedingten Grenzen der Aussagekraft von Experimenten und absichtlicher Manipulation.
     
  3. Abschließend erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in den Publikationsprozess von Forschungsergebnissen und in die Kontrollmechanismen, die die Verbreitung falscher Resultate verhindern sollen.

Die Kursleitenden

Katharina Glaser (Jg. 1991) studierte im Bachelor Molekulare Medizin und im Master Molekularbiologie in Göttingen. Während eines Auslandssemesters in Cambridge (England) sammelte sie erste Erfahrungen in der immunologischen Forschung und ist seitdem nicht mehr davon losgekommen. Seit 2017 promoviert sie am Max-Planck-Institut in Freiburg zur Frage, wie Immunzellen im Körper wandern. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Geige spielen, Singen, Zeichnen und Kuchenbacken.

Manuel Stecher (Jg. 1992) studierte klassische Biologie sowohl im Bachelor und im Master in Essen. Im dritten Bachelor Semester trat er eine Stelle als studentische Hilfskraft bei Prof. Matthias Gunzer im Bereich Immunologie und Bildgebung an und ist seither wissenschaftlich tätig. Seit 2016 promoviert er am Max-Planck-Institut in Freiburg zum Thema: Mitochondriale Regulation von Mastzellen. Seine Freizeit verbringt er mit Fotographie und ist Gesellschafts- sowie Videospiel begeistert.