Dieser Kurs findet vom 19.08.-26.08.2021 digital statt.
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DK-4 Mal so richtig ungehorsam sein? –
Künstlerischer Ausdruck von Widerstand

Kursbeschreibung

„Ich war bis in die Tiefen meiner Seele bewegt.
Für mich hat die Revolte etwas Wunderbares (...)

Es ist die Revolte, die dem Leben einen Sinn gibt (...)“
Christiane Taubira

Bis heute hat jede Generation ihre eigene kulturelle Revolution hervorgebracht: Ob in Musik, Literatur oder Film - junge Menschen verliehen ihren Ideen Ausdruck und machten ihren Bruch mit den „Alten“. Hinter all diesen Revolten und Protesten birgt sich meist das gleiche Bedürfnis: einen Einfluss auf die Welt zu haben und sich frei zu fühlen. Dieser Kurs beschäftigt sich mit der Frage: In welchen Spannungsfeldern verorten sich Jugendbewegungen und wie gestalten junge Menschen das System, in dem sie leben wollen?

Der Kurs konzentriert sich auf Jugendproteste seit den 1960er Jahren und arbeitet mit theoretischen und ästhetischen Konzepten zu Widerstand, Protest und Revolution. Dabei arbeiten die Teilnehmenden vom großen Ganzen hin zu „am eigenen Körper“ erfahrbaren Fragestellungen, setzen sich mit den Konzepten des Widerstands und Protest auseinander und lernen, sich selbst kritisch zu reflektieren. Der Kurs ist medial divers und interdisziplinär.

  1. Grundlage
    Die Teilnehmenden erarbeiten sich ein Grundverständnis zu zeitgenössischen Theorien der Protestforschung und deren Denkweisen. Sie untersuchen folgende Fragen: Wann wird  Widerstand politisch? Wie entwickeln sich jugendlicher Dissidenz- oder Protestartikulationen, auch in Zukunft?
     
  2. Die Ästhetik des Widerstands
    Mit Hilfe der theoretischen Grundlagen setzen sich die Teilnehmenden mit dem künstlerischen Ausdruck und der Frage nach der Gestaltung von Protest auseinander. Analysiert wird dabei welche künstlerischen Strategien politische Sprengkraft erzeugen und die Formen widerständiger Praktiken.

Die Kursleitenden

Eva de Camargo (Jg. 1992) lebt in Leipzig und absolvierte dort 2018 ihren Psychologiemaster. Danach war sie in verschiedenen NGOs tätig und folgt nun ihrer Leidenschaft für Fremdsprachen mit einem Masterstudium in Konferenzdolmetschen. Nebenher arbeitet sie als Seminarleiterin und freiberufliche Dolmetscherin. Sie tanzt und singt gerne, hat eine Vorliebe für die italienische Küche und verbringt ihre freie Zeit damit, neue Worte und Sprachen zu lernen, zu sticken und viel in der Natur zu sein.

Juliana Isabelle Hutai (Jg. 1992) lebt in Berlin und schreibt momentan ihre Masterarbeit zu Stadtkonflikten. Juliana hat ihren akademischen Schwerpunkt auf Stadt-, Protest- und Bewegungsforschung. Neben ihrem Studium arbeitet sie als Seminarleiterin sowie als Tänzerin. 2020 hat sie ihren eigenen Verein gegründet der eine Schnittfläche zwischen Kunst, Kultur, Feminismus und Lateinamerika bildet. Sie lernt gerade brasilianisches Portugiesisch, wandert viel und kocht gerne aufwändige Gerichte.