JGW-DigitalAkademie

01.08.-07.08.2021 // digital

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JGW-1.4 Irre erfolgreich?
Digitale Innovation in der Psychologie zwischen Aufbruch und Stillstand

Kursbeschreibung

Der Digitalisierung des Gesundheitswesens wird enormes Potenzial nachgesagt. Von der früheren Diagnose von Depressionen aus Social Media Daten bis zur menschlichen Selbstoptimierung durch Smartphone-Apps und Wearables - die Möglichkeiten sind auf den ersten Blick unbegrenzt. Beim genaueren Hinsehen wird jedoch klar, wie groß die Herausforderung ist, das gewaltige Potenzial neuer Technologien zu heben und für eine breite Zielgruppe nutzbar zu machen.

Wie kann man den medizinischen Mehrwert neuer digitaler Innovationen nachweisen? Wie können alle Akteure des Gesundheitswesens sinnvoll in der Entwicklung eingebunden werden für eine bestmögliche Nutzbarkeit und Akzeptanz? Wie können Datenschutz und -sicherheit gewährleistet werden?

Die Arbeit im Gesundheitswesen allgemein und besonders die hohe Komplexität psychotherapeutischer Prozesse fordert zudem diffizile Digitalisierungsansätze – z. B. da mit hochsensiblen Gesundheitsdaten gearbeitet wird und auch der therapeutischen Beziehung eine hohe Bedeutung zukommt, also der persönlichen Interaktion zwischen den Beteiligten, die einen großen Effekt auf den Therapieerfolg hat. Gelingt dies jedoch, können selbst einfache digitale Anwendungen, z. B. die Vermittlung von Entspannungsmethoden, einen wichtigen niederschwelligen Beitrag zur mentalen Gesundheit der breiten Bevölkerung leisten.

Diesen Themen und Herausforderungen geht der Kurs nach. Dazu untersuchen die Teilnehmenden im Rahmen von Gruppenarbeiten und Diskussionen den Prozess der digitalen Innovation im Gesundheitswesen von der Problemstellung bis zur Markteinführung am Beispiel der Psychotherapie, einem Bereich, der nicht erst durch die COVID-19-Krise an Relevanz gewonnen hat, und entwickeln erste eigene Digitalisierungsideen in Form eines Projektplans.

Die Kursleitenden

Annika Benz (geb. 1992) promoviert in Klinischer Neuropsychologie in Konstanz am schönen Bodensee und erforscht dabei neurobiologische Mechanismen von Achtsamkeit. Parallel dazu macht sie die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und versucht so Forschung und Praxis zu verbinden. Wenn daneben Zeit bleibt (und die aktuelle Situation es zulässt), geht sie ihrem Hobby, dem Posaune spielen, nach − ganz gleich ob Klassik oder Jazz − und genießt die Vorzüge des Lebens in direkter Seenähe.

Florian Dahlhausen (geb. 1993) promoviert an der Uni Witten/Herdecke zu digitalen Gesundheitsanwendungen. Zuvor studierte er Management sowie Internetwissenschaften und Data Science in London und Oxford (beide Großbritannien) und arbeitete für eine Unternehmensberatung, u.a. im Gesundheitswesen und mit Fokus auf das Thema Digitalisierung. In seiner Freizeit tanzt, kocht oder segelt er und spielt Ultimate Frisbee, falls er nicht bereits ein neues Lieblingshobby für sich entdeckt hat.