JGW-DigitalAkademie

01.08.-07.08.2021 // digital

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JGW-1.5 Wer haftet für Mr. Robot?
Rechtliche Rahmenbedingungen für digitale Innovationen

Kursbeschreibung

Ob soziale Medien, selbstfahrende Autos oder Smart Home-Geräte: Die voranschreitende Digitalisierung prägt gesellschaftliche Prozesse in vielfältiger Weise. Und auch die Rechtsordnung wird durch technologischen Fortschritt immer wieder vor Herausforderungen gestellt: Unter welchen Voraussetzungen ist ein innovatives Produkt oder eine innovative Dienstleistung erlaubt? Wie kann das Rechtssystem technischen Fortschritt ermöglichen und gestalten – anstatt ihn zu bremsen? Welche juristischen Akteure geben Antworten auf diese Fragen – die Gerichte oder der Gesetzgeber?

Ziel des Kurses ist es, zu untersuchen, wie die Rechtsordnung technologischen Fortschritt begleitet und steuert. Dazu untersuchen die Teilnehmenden zunächst anhand von Beispielen, wie die Rechtsordnung in der Vergangenheit auf technologischen Fortschritt reagiert hat. In einem zweiten Schritt lernen die Teilnehmenden ausgewählte digitale Innovationen und Geschäftsmodelle kennen. Im Zentrum des Kurses steht sodann die Anwendung der erarbeiteten juristischen Grundkonzepte auf diese technologischen Neuerungen. In Kleingruppen analysieren die Teilnehmenden einzelne aktuelle Fragen der Digitalisierung aus juristischer Perspektive und diskutieren mögliche Lösungsansätze.

Voraussetzung für den Kurs ist ein Interesse an der Funktionsweise der Rechtsordnung und an aktuellen technologisch-gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Teilnehmenden sollten zudem bereit sein, im Vorfeld und während des Kurses umfangreiche und anspruchsvolle juristische Texte, wie Gesetzesmaterialien, Gerichtsentscheidungen und Fachartikel, zu lesen und zu analysieren.

Digitale Welt − analoges Recht?

(Bildquelle: [externe Links] Dirk Schulz auf Pixabay)

Die Kursleitenden

Stefanie Krome (Jg. 1995) hat Jura mit technikwissenschaftlichem Zusatzstudium in Bayreuth und Bordeaux (Frankreich) studiert. Seit Oktober 2020 promoviert sie über die Vereinbarkeit des territorialen Patentrechts mit der technischen Globalisierung aus Sicht des internationalen Privatrechts. Sie freut sich darauf, den Teilnehmenden ihrer ersten SchülerAkademie Einblicke in die juristische Welt zu ermöglichen und gemeinsam neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Jan-Laurin Müller (Jg. 1994) studierte Jura mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung an der Universität Bayreuth. Aktuell promoviert er über die rechtliche Bewertung selbstlernender Algorithmen aus der Sicht des europäischen Nichtdiskriminierungsrechts. Er freut sich auf seine erste SchülerAkademie und hofft, dass er nicht nur die Teilnehmenden für Jura begeistern, sondern auch von ihnen lernen kann!