JGW-NachhaltigkeitsAkademie

21.08.-04.09.2021 // Historisch-Ökologische Bildungsstätte, Papenburg

Junge Menschen stellen von einem Boot aus ein selbstgebautes Windrad in einem See auf.

Du befindest Dich hier: Kurs JGW-3.1 // Nachhaltig mobil
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JGW-3.1 Nachhaltig mobil.
Post-fossile Lösungsansätze im Diskurs

Kursbeschreibung

Etwa ein Viertel aller CO₂-Emissionen weltweit werden durch den Transport von Personen und Gütern verursacht. Außerdem werden vor allem in Städten die Grenzwerte für Schadstoffe und Feinstaubpartikel, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt werden, oftmals überschritten. Der Verkehr hat also direkte negative Auswirkungen auf das globale Klima und die Gesundheit von Menschen. Gleichzeitig wollen alle mobil sein. Wie aber kann dieses Bedürfnis nach Mobilität auf eine nachhaltige Art und Weise befriedigt werden? Aktuell steht die Förderung von Elektroautos im Fokus der politischen Debatte zur Energiewende. Aber sind diese eigentlich „nachhaltig“ und wie kann das messbar gemacht werden?

Im ersten Teil des Kurses steht der technische Aspekt der nachhaltigen Mobilität im Vordergrund. Dabei untersucht der Kurs vor allem das Beispiel des Elektromotors. Um die Nachhaltigkeit unterschiedlicher Antriebs­technologien mess- und vergleichbar zu machen, erstellen die Teilnehmenden mit Hilfe einer Software selbst Ökobilanzen und interpretieren diese. Im zweiten Teil diskutieren die Teilnehmenden die Grenzen alternativer Antriebs­technologien und weitere Ansätze, Mobilität zukunftsfähig zu gestalten. Den Abschluss bildet ein Planspiel, bei dem die Teilnehmenden in die Rollen verschiedener Akteure (Parteien, NGOs, Industrie etc.) schlüpfen und deren Interessen vertreten.

Im Kurs setzen sich die Teilnehmenden interdisziplinär mit der Energie- und Mobilitätswende auseinander und reflektieren innovative Antriebstechniken kritisch im Gesamtkontext Nachhaltiger Entwicklung. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, ein Grundinteresse an technischen und naturwissenschaftlichen Themen ist allerdings von Vorteil.

Dimensionen nachhaltiger Mobilitätsforschung.

(Bildquelle: NFF/Simon Buchhagen, [externer Link] Wikimedia Commons)

Die Kursleitenden

Miriam von Holst (Jg. 1996) verbrachte ihre Kindheit in Italien und Belgien. Nach ihrer Teilnahme an der NAka 2014 wuchs ihr Interesse für Nachhaltigkeit und Energieversorgung, aber auch für kleine Moleküle. So entschied sie sich für ein Chemiestudium in Belgien und danach für den Master „Sustainable Materials” in Freiburg. Gerade schreibt sie ihre Masterarbeit zu Wasserstoffbrennstoffzellen. In ihrer Freizeit reitet, turnt und klettert sie gerne. Außerdem liebt sie es zu zeichnen, zu basteln und zu nähen.

Maike Tesch (Jg. 1996) studierte nach ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr Umweltwissenschaften mit Nebenfach Raumwissenschaften in Lüneburg. Sie interessiert sich für die Bedeutung von Städten als Treiber für eine Nachhaltige Entwicklung und insbesondere für die Rolle von Mobilität dabei. 2013 nahm sie an der NAka teil und freut sich nun sehr, als Kursleitende zurückzukommen. In ihrer Freizeit geht Maike gerne Mountainbiken, Bouldern oder Kayak fahren und würde gerne wieder mehr Schlagzeug spielen.