JGW-NachhaltigkeitsAkademie

22.08.-27.08.2021 // digital

Junge Menschen stellen von einem Boot aus ein selbstgebautes Windrad in einem See auf.

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JGW-3.2 Konflikte durch Klimawandel? –
Analysen aus Psychologie und Friedens- & Konfliktforschung

Kursbeschreibung

„Ich verstehe, dass der Klimawandel die Konflikte, die wir überall auf der Welt sehen, nicht verursacht hat, aber was wir auch wissen ist, dass schwere Dürren die Instabilität in Nigeria gefördert haben, die von der Terrorgruppe Boko Haram ausgenutzt wurde."
Barack Obama (2015 Übers. d. Autorinnen)

Vereinzelt ist in den letzten Jahren der Einfluss des Klimawandels auf Konflikte in die öffentliche Wahrnehmung gerückt. Die Vielfalt der Auswirkungen wird jedoch in der breiten Öffentlichkeit noch unzureichend diskutiert, was sich auch in einseitigen Handlungsansätzen von Staaten und anderen Beteiligten spiegelt. Der Kurs stellt sich der Aufgabe, den Einfluss verschiedener Folgen des Klimawandels auf Konflikte differenziert zu betrachten und zu diskutieren. Herangezogen werden dabei Beispiele aus aller Welt, aber auch der direkten Nachbarschaft: Welche Erscheinungsformen nehmen klimawandelbezogene Konflikte wie etwa im Hambacher Forst oder der Sahelzone an und welche Transformationsmöglichkeiten bestehen? Der Fokus des Kurses liegt auf den sozialen Auswirkungen der Erderwärmung aus Perspektive der Friedens- und Konfliktforschung sowie der Psychologie. Zu Beginn steht die Frage, was Konflikte sind, wann sie ein Problem darstellen oder die Gesellschaft voranbringen können.

Zentraler Gegenstand ist einerseits die Motivation der Konfliktparteien, andererseits auch die Verteilung von Klimawandelursachen und -folgen, Macht z.B. zwischen dem globalen Norden und Süden sowie Konfliktparteien wie Regierungen, Zivilgesellschaft und Lobbygruppen. In Simulationen erleben die Teilnehmenden das Zusammenwirken dieser Aspekte. Sie setzen sich in kritischen Diskussionen und eigenen Recherchen sowie anhand von Fallstudien mit der Thematik auseinander.

Herangezogen werden dabei Beispiele aus aller Welt, aber auch der direkten Nachbarschaft (für eine Übersicht über Konflikte, die durch den Klimawandel beeinflusst werden, siehe: https://ejatlas.org/): Welche Erscheinungsformen nehmen klimawandelbezogene Konflikte wie etwa im Hambacher Forst oder der Sahelzone an und welche Transformationsmöglichkeiten bestehen? Der Fokus des Kurses liegt auf den sozialen Auswirkungen der Erderwärmung aus Perspektive der Friedens- und Konfliktforschung sowie der Psychologie.

Die Kursleitenden

Miriam Kaiser (Jg. 1996) hat im Bachelor Internationale Beziehungen und Rechtswissenschaft in Erfurt studiert. Mittlerweile ist sie für ihren Master in Friedens- und Konfliktforschung nach Finnland gezogen. Mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt sich Miriam sowohl im Rahmen ihres Studiums als auch in ihrer Freizeit. Wenn sie gerade nicht in der Bibliothek sitzt, zaubert sie leidenschaftlich gerne vegane Köstlichkeiten, entspannt in der Hängematte oder spielt Gesellschaftsspiele.

Maike Trautner (Jg. 1993) hat Psychologie in Marburg studiert. Schon während des Studiums hat sie sich viel mit dem Klimawandel und nachhaltigem Handeln beschäftigt. Seit 2018 promoviert sie in der pädagogischen Psychologie im Bereich des selbstgesteuerten Lernens zum Umgang mit intrapersonellen Konflikten und Motivationsregulation. In ihrer Freizeit ist sie gerne draußen und läuft, wandert (zu Fuß oder mit dem Rad), spielt (Brett)Spiele, jongliert und liest.