Schülerakademie China

in Kooperation mit dem Bildungsnetzwerk China // 04.07.-20.07.2021 // digital

Vier junge Menschen laufen durch einen Park.

Du befindest Dich hier: Kurs C.3 // Vier Generationen unter einem Dach
Zur Schülerakademie China 2021

C.3 四世同堂 Vier Generationen unter einem Dach:
Geschichte(n) Chinas im 20. Jahrhundert erzählen

Kursbeschreibung

Zur Geschichte Chinas fallen uns meist die Namen mächtiger Männer wie die der chinesischen Kaiser oder Staatschefs wie Mao Zedong und Xi Jinping ein. Doch wie erlebte die chinesische Bevölkerung das 20. Jahrhundert? Der Kurs analysiert wesentliche Ereignisse der chinesischen Geschichte vom Ende der Qing-Dynastie bis zur Jahrtausendwende. Während des Kurses schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle von Familienmitgliedern verschiedener Generationen einer fiktiven chinesischen Familie und erzählen auf der Grundlage historischer Quellen und wissenschaftlicher Darstellungen deren Erlebnisse. Dabei arbeiten die Teilnehmenden heraus, wie unterschiedlich der Blick auf bedeutende Ereignisse und Trends wie zum Beispiel die Revolution 1911, der Zweite Sino-Japanische Krieg, die Kulturrevolution oder die Proteste 1989 und deren Bewertung ausfallen kann. Diese verschiedenen Sichtweisen illustriert der Kurs multimedial und bringt sie auf einer Online-Plattform miteinander ins Gespräch. Abschließend untersuchen die Teilnehmenden die Chancen und Grenzen der so entstandenen Geschichtserzählungen. 

Neben Hintergrundwissen zur modernen chinesischen Geschichte vermittelt der Kurs Kompetenzen im Umgang mit Medien und der Recherche und lädt zum Nachdenken darüber ein, was Geschichte ist und in welcher Form Geschichte geschrieben werden kann. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, auch längere englischsprachige Texte zu lesen. Außerdem werden die Beiträge der Kursteilnehmenden anonymisiert veröffentlicht. Als Vorbereitung lesen die Teilnehmenden einen chinesischen Roman in Übersetzung und gestalten ein Plakat o.ä. zu einem darin beschriebenen Ereignis der chinesischen Geschichte im 20. Jahrhundert.

Die Kursleitenden

Jonas Schmid (Jg. 1997) hat in Tübingen Geschichte und Chinesisch auf Lehramt (B.Ed.) und in Tübingen und Beijing Sinologie (M.A.) studiert. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt China-Schul-Akademie am Zentrum für Asien und Transkulturelle Studien der Universität Heidelberg, wo er zu China im Geschichtsunterricht promoviert. Neben China interessiert er sich auch für internationale Politik und organisiert Model-United-Nations Konferenzen.

Odila Schröder (Jg. 1991) hat in Beijing, Heidelberg und Cambridge Sinologie, Politikwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte und Transcultural Studies studiert. Seit 2017 promoviert sie zu Propagandamusik chinesischer Kollaborationsregime während des Zweiten Weltkrieges. Seit 2020 ist sie Projektkoordinatorin der China-Schul-Akademie an der Universität Heidelberg. Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie Konzert- und Opernproduzentin und leidenschaftliche Musikerin.