Dieser Kurs findet vom 08.07.-15.07.2021 digital statt.
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6.4 Gerechtigkeit – Was ist das eigentlich?

Kursbeschreibung

Leben wir in einer gerechten Gesellschaft? Diese Frage beschäftigt Menschen überall auf der Welt. Hinter dieser auf den ersten Blick leicht formulierten Frage verstecken sich eine Menge Problemfelder, die dieser Kurs genauer analysiert. Einen systematischen Zugang zur Beantwortung bietet die Philosophie. Mit ihrer über 2000jährigen Geschichte eröffnet sie einen unermesslichen Schatz an Überlegungen und Methoden.

Die Frage nach einer gerechten Gesellschaft lässt sich auch als die Frage nach der besten Staatsform verstehen. Aber welche Voraussetzungen müssen überhaupt erfüllt sein, damit Menschen in einem Staat zusammenleben? Welche anthropologischen Annahmen müssen hier geklärt werden? Welche Idee von Freiheit und welche Form des Wirtschaftens steckt hinter den einzelnen Ideen einer gerechten Gesellschaft?

Ein zentrales Problem im Kontext von Fragen der Gerechtigkeit betrifft die Gewährung von und den Umgang mit (Privat-)Eigentum. Soll es in einem Staat überhaupt Privateigentum geben und wie sollte es ggf. verteilt werden? Dieses Problem wird einen zentralen Platz in der Kursarbeit einnehmen.

Die Erarbeitung dieser Themen erfolgt hauptsächlich durch intensive Lektüre, Diskussionen und Vorträge. Die argumentative Auseinandersetzung stellt hier den zentralen Weg zu neuen Erkenntnissen dar.

Ziel ist es, dass die Teilnehmenden ein differenziertes Urteil zur Frage nach einer gerechten Gesellschaft fällen können. Dabei sollen sie befähigt werden, sich selbst und andere kontinuierlich zu hinterfragen und so neue Problemfelder zu erschließen.

Zur Vorbereitung werden Recherche- und Referatsarbeiten verteilt.

Die Kursleitenden

Julian Meergans (Jg. 1997) studiert Philosophie im Research Master an der Universität zu Köln. Seinen Studienschwerpunkt stellt die transzendentale Phänomenologie Edmund Husserls dar, mit der er neuerdings an den Problemen einer absoluten Teleologie arbeitet. Seit 2018 ist er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. In seiner Freizeit liest sich Julian durch Wikipedia-Artikel, schaut Dokumentationen und spielt mit Freundinnen und Freunden League of Legends.

Julian Treiber (Jg. 1991) studierte Latein und Philosophie an der Universität Hamburg. In seinem Masterstudiengang beschäftigte er sich mit politischer Philosophie und schrieb seine Abschlussarbeit zu Fragen sozialer Gerechtigkeit. Er arbeitet seit 2016 als Gymnasiallehrer und schloss 2018 das zweite Staatsexamen ab. Als Teilnehmer der JuniorAkademie 2007 in St. Peter-Ording freut er sich, zum Akademieleben zurückzukehren. Sonst beschäftigt er sich mit Literatur, Billard, Fußball, Musik und mehr.