Dieser Kurs findet vom 08.07.-15.07.2021 digital statt.
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6.5 Architektur und wissenschaftliches Arbeiten.
Erlernen wissenschaftlicher Arbeits- und Planungsmethoden und Anwendung an eigenem Entwurf

Kursbeschreibung

Architektur ist ein Spannungsfeld, in dem scheinbar unvereinbare Gegensätze aufeinanderprallen. Umweltschutz und menschliche Bedürfnisse, Lowtech und Hightech, Kreativität und Methode, Kunst und Technik sind nur einige davon. Jede Entscheidung ist ein Kompromiss, in den meisten Fragen gibt es kein richtig oder falsch. Aber es gibt gut, und es gibt besser. Eine Fragestellung aus den Perspektiven aller Planungsbeteiligten zu betrachten, ist eine Herausforderung.

Wie geht man so etwas an? Eine rein wissenschaftliche Arbeitsweise ist nicht ausreichend. Aber wissenschaftliche Methoden unterstützen und sind essentiell zur Qualitätssicherung. Spezielle Analysen und Darstellungstechniken können Probleme in überschaubare Teilaspekte aufgliedern.

Der angebotene Kurs lehrt Methoden aus wissenschaftlicher Recherche, Planung und wissenschaftlichem Schreiben in der Architektur und darüber hinaus. Den Teilnehmenden werden diese Grundlagen nicht nur vorgestellt, sie lernen auch, sie auf einen eigenen Architekturentwurf zu übertragen und anzuwenden. Ganz nebenbei bekommen sie so einen Einblick in den Ablauf von Planungsprojekten. Außerdem vertiefen sie Sozialkompetenzen beim Arbeiten im Team und erlernen die verständliche Vermittlung komplexer Inhalte durch Texte und Referate.

Zur Vorbereitung erhalten die Lernenden Handouts zu Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, die dann gemeinsam umgesetzt werden. Außerdem bereiten sie Referate über Begriffe aus der Wissenschaftstheorie und -kommunikation vor.

Die Teilnehmenden brauchen keine besonderen Fertigkeiten im Zeichnen. Eine gewisse Freude am Skizzieren und Zeichnen ist allerdings notwendig, um die Übungen kreativ zu bearbeiten.

Architektur im natürlichen, sozialen und gebauten Kontext.

(Eigene Darstellung)

Die Kursleitenden

Luise Loges (Jg. 1986) hat in Tübingen Altorientalistik studiert und lebt als Wissenschaftsjournalistin und Übersetzerin in Bremen. Sie schreibt über archäologische Themen aller Art und arbeitet gleichzeitig an ihrer Doktorarbeit über den Schmuggel von antiken Kulturgütern. Ihre beruflichen Leidenschaften sind Sprache, Medienanalyse und Wissenschaftskommunikation. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Aikidotraining, Reisen sowie diversen Brett- und Strategiespielen.

Astrid Paul (Jg. 1986), Dipl.-Ing. Architektur und Fachkraft Lehmbau, entdeckte die Leidenschaft für diese Themen während Freiwilligenprojekten und Reisen auf drei Kontinenten. Darum kehrt sie trotz Ausflügen in die Archäologie, Baustoffnormung oder medizinische Illustration immer wieder zu ihrer Berufung zurück und sucht neue Wege, ökologische Nachhaltigkeit und menschliche Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Und wenn das nicht gelingt, taucht sie in der Musik oder im Zelt unter.