Kurs Eu.2
Revolutionen, Zusammenbrüche und Friedensverträge

Europas Weg aus dem Ersten Weltkrieg (1917-1923)

Zur Akademie Loccum 2022
14.07. - 30.07.2022

Oktoberrevolution, Zerfall Österreich-Ungarns, Versailler Vertrag. Nach dem 1. Weltkrieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ gilt es, den Kontinent neu zu ordnen. Europaweit kommt es zu politischen Umwälzungen, kriegerischen Auseinandersetzungen und wirtschaftlichen Notsituationen.

Bemerkenswert ist hierbei der gesamteuropäische Veränderungsprozess, der sowohl auf Friedensverträgen zwischen Regierungen aufbaut als auch von Revolutionen getrieben wird, die von der einfachen Bevölkerung ausgehen. Neben der Darstellung dieser Ereignisse, Akteure, Ziele und Folgen sollen im Kurs zwei Fragen näher beleuchtet werden: Wie hängen diese Entwicklungen zusammen? Welche Defizite legen sie offen?

Im Zentrum des Kurses stehen transnationaler Charakter und gesamteuropäische Dimension dieser Entwicklungsjahre. Er zeichnet den Verlauf von Zusammenbrüchen, Bürgerkriegen, Revolutionen, Friedensverträgen und zwischenstaatlichen Konflikten im Zentrum Europas (z.B. Deutschland, Österreich-Ungarn oder Polen) und seiner Peripherie (bspw. Finnland, Irland, Russland und Italien) nach. Die verschiedenen geographischen Räume werden dabei in Fallstudien genauer analysiert und miteinander in Bezug gesetzt.

Der Kurs zeichnet somit eine europäisierte Ereignisgeschichte jener Zeit nach und führt auf diese Weise in die Politik- und Nationengeschichte ein. Die Fallstudien werden anhand von Referaten, Quellenmaterial und Literatur erschlossen. Es werden hierfür vorwiegend Methoden der Geschichtswissenschaft angewandt, die vorher gemeinsam erarbeitet wurden. Zur Vorbereitung erhalten die Teilnehmenden eine Literatursammlung und die Aufgabenstellung für eine Referatsausarbeitung. Ausgeprägtes geschichtliches Interesse und Grundwissen sowie Lesefreude sind für eine gewinnbringende Teilnahme unabdingbar.

Die Kursleitung