Kurs 1.1
Klimawandel und Menschenrechte

Zur Akademie Gaesdonck 2022-1
30.06. - 16.07.2022

„Climate change is the greatest threat to human rights in the 21st century“. (Mary Robinson, United Nations Special Envoy on Climate Change 2013-2016)

Menschenrechte existieren nicht im luftleeren Raum. Gesellschaftliche und natürliche Veränderungen haben enormen Einfluss darauf, wie sie verstanden werden, welche Rechte sie umfassen und wer sie genießen und durchsetzen kann. Der Klimawandel wird Auswirkungen auf die Menschenrechte auf Leben, Gesundheit, Wasser, Essen haben. In den multiplen Krisen des 21. Jahrhunderts können Entscheidungstragende einzelne Krisenphänomene nicht einfach voneinander trennen.

Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Fragen: Was sind Menschenrechte, wie entstehen sie und wer darf sie in Anspruch nehmen? Müssen sie in Zeiten der Klimakrise ausgeweitet werden? Verstoßen Staaten gegen die Menschenrechte, wenn sie das Klima innerhalb und außerhalb ihrer Landesgrenzen nicht ausreichend schützen? Können sie dafür haftbar gemacht werden? Können Indigene Völker in Peru vor deutschen Gerichten RWE verklagen?

Der erste Kursabschnitt bietet einen Überblick über das Konzept und die Entwicklung der Menschenrechte und die Grundlagen des Klimawandels. Im zweiten Teil untersuchen die Teilnehmenden auf der Makroebene das Spannungsfeld zwischen Menschenrechten, Klimawandel, Staaten und transnationalen Konzernen. Abschließend analysieren sie mehrere konkrete Menschenrechte mit dem zuvor Erlernten und diskutieren aktive Möglichkeiten für ihre Durchsetzung - auch in ihrem eigenen Umfeld.

Die Teilnehmenden lesen und analysieren Texte wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, das UNFCCC-Dokument, und das Paris-Abkommen. Sie erarbeiten Fragen in unterschiedlichen Gruppengrößen und Diskussionen und übernehmen Referate, um einzelne Themen im Detail vorzustellen.

Die Kursleitung