Kurs 1.2
Sense & Sentimentalism

Die Macht der gefühlten Wahrheit

Zur Akademie Gaesdonck 2022-1
30.06. - 16.07.2022

Nachrichten und wie sie uns präsentiert werden, beeinflussen nicht nur unsere Meinung, sondern formen langfristig unser Denken. Gute Nachrichten verkaufen sich dabei schlechter als „Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht“ (Die Ärzte 2011). Aber wie werden unsere Emotionen gesteuert und mit welchem Ziel? Welche Techniken werden in Bewegungen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, #metoo verwendet und wogegen wird sich gewehrt?

Der Kurs untersucht Konstrukte wie Fake News, Stereotypen und Medienrhetorik. Hierzu erarbeiten sich die Teilnehmenden ein Verständnis über die Wirkung und Bedeutung von Gefühlen bei der Informationsvermittlung (Sentimentalismus). Der Kurs nutzt sowohl Print- als auch digitale Medien zur Analyse dieses Konzepts. Darüber hinaus untersucht der Kurs die eristische Dialektik nach Arthur Schopenhauer. Wie nutzt und erkennt man die Kunstgriffe des Streitgespräches und setzt sich erfolgreich gegen sie zur Wehr?

Ziel ist es, sich über Strukturen von Macht und Möglichkeiten der Manipulation durch Sprache bewusst zu werden. Dabei spielt neben gesprochener und geschriebener Sprache auch die Körpersprache eine Rolle, die der Kurs thematisiert.

Bestandteil des Kurses ist neben der wissenschaftlichen Arbeit mit Texten auch das gemeinsame Forschen. Hierzu entwickeln die Kursteilnehmenden – basierend auf der Theorie – eigene Forschungsfragen und testen die erarbeiteten Konzepte aus. Zur Kursvorbereitung bekommen die Teilnehmenden einen Reader zur Verfügung gestellt.

Sentimentale Überschriften – Eine Zusammenstellung. (Quelle: Eigene Abbildung)

Die Kursleitung