Kurs 2.4
Körper (in) Bewegung

Das Politische in der Bewegung und im Körper

Zur Akademie Clemenswerth 2022-2
04.08. - 20.08.2022

“(...) der Tanz enthält noch andere Versprechen, verhandelt Ebenen der Wirklichkeit, der Körperlichkeit und des Utopischen“ (Binder et. al. 2017: 8)

Tanzen ist ein Ausprobieren, ein Spielen mit (eigenen) Grenzen. Unsere Körper befinden sich in permanenter Bewegung, auf permanenter Suche nach Balance und ständig in der Schwebe, im Spiel. Im Kurs behandeln die Teilnehmenden die Frage, was das Politische in der Bewegung ist und in welchen Spannungsfeldern sich unsere Körper bewegen.

Die Teilnehmenden arbeiten von „am eigenen Körper“ erfahrbaren Fragestellungen, bis hin zu gesellschaftlich relevanten Potentialen von widerständigen Körperpraktiken und politischen Bewegungen. Der Kurs beinhaltet praktische Körperübungen, wissenschaftliche Texte zu (körper-)soziologischen Perspektiven und Theorien und audiovisuellen Materialien. Die Teilnehmenden lernen, sich selbst im politischen Raum zu positionieren und erarbeiten in Kleingruppen eigene am am/im Körper erfahrbare Performances oder Videos.

Grundlage:

  1. Theoretisches Grundverständnis: Die Teilnehmenden erarbeiten sich ein Grundverständnis von zeitgenössischen Theorien zu Körper und politischen Bewegung. Sie untersuchen medial divers folgende Fragen: Auf welche Weise bewegen wir uns? Was ist das Verhältnis von Körper und Gesellschaft? Und: Was ist das Politische in Bewegung? Bzw. ab wann wird eine Bewegung politisch?
  2. Praktische Bodypolitics: Mit Hilfe theoretischer Grundlagen setzen sich die Teilnehmenden mit künstlerischem Ausdruck und der Frage nach der Gestaltung von Bewegung auseinander. Dabei lernen sie Körpertechniken des zeitgenössischen physical theaters (Contact, Improvisation etc.) kennen und versetzen sich selbst in Bewegung.

Die Kursleitung