Kurs JGW-2.5
Zwischen Sinneseindruck und Realität

Vom physikalischen Stimulus zur subjektiven Wahrnehmung

Die Neurowissenschaften sind ein interdisziplinäres Feld, das Teile der Biologie, Psychologie, Medizin, Physik und verwandte Bereiche vereint und das zentrale Nervensystem, also das Gehirn und das Rückenmark, erforscht. In diesem Kurs lernen die Teilnehmenden das Gehirn als System kennen, anstatt sich auf einzelne Zellen oder Moleküle zu fokussieren. Am Beispiel des visuellen und auditiven Systems lernen die Teilnehmenden, wie das Gehirn Licht und Schallwellen verarbeitet, je nach Situation sinnvoll interpretiert und dass die subjektive Wahrnehmung kein perfektes Abbild der physikalischen Umwelt ist.

Die Teilnehmenden erlernen die grundlegende Neuroanatomie, wobei der Fokus auf den wichtigsten Strukturen der oben genannten Sinnessysteme liegt. Sie lernen, wie die Neuronen, die Grundbausteine des Gehirns, Informationen aus der Umwelt aufnehmen und an die Hirnrinde weiterleiten, wo sie verarbeitet werden. Anschließend untersuchen die Teilnehmenden systematisch die Diskrepanz zwischen physikalischer Umwelt und subjektiver Wahrnehmung, indem sie eine Feldstudie innerhalb der Akademie durchführen. Hierbei lernen sie alle wichtigen Schritte einer wissenschaftlichen Studie kennen: Hypothesenformulierung, Datenerhebung und -analyse, Verschriftlichung der Ergebnisse. Die Teilnehmenden lernen die Programmiersprache Python kennen, indem sie sie zur Datenanalyse und -visualisierung verwenden. Sie verstehen und interpretieren die Ergebnisse im Kontext der neurowissenschaftlichen Forschung.

Zur Vorbereitung bereiten die Teilnehmenden selbstständig kurze Referate vor, die sie in den ersten Stunden des Kurses vortragen.

Die Kursleitung