Kurs JGW-2.6
Das Recht auf Asyl

Internationaler Schutz von Menschen, die fliehen müssen

Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht. Doch wird dieses Recht auch durch die Staaten umgesetzt? Welche Rechte haben Menschen, wenn sie fliehen müssen? Und muss dabei der Grund der Flucht beachtet werden? Können Staaten zur Aufnahme von Flüchtenden gezwungen werden?

Dieser Kurs untersucht das internationale Recht auf Asyl und damit verbundene rechtliche Migrationsfragen. Dabei werden zunächst Menschenrechte im Allgemeinen beleuchtet und danach das Recht auf Asyl. Es wird Bezug auf spezifische Fluchtgründe genommen und dabei nach rechtlicher Relevanz eingeordnet. Besonderes Augenmerk wird auf die Frage nach der rechtlichen Beurteilung von „Klimamigration“ gelegt. Ebenfalls von thematischer Relevanz werden internationale Durchsetzungsstrukturen (bspw. UNHCR, Europäische Union, hier v.a. FRONTEX, und (inter-)nationale Gerichte) sein. Damit zusammenhängend werden auch internationale Konflikte, ihre rechtliche Bedeutung und ihre Auswirkungen auf Migrationsströmungen thematisiert. Letztlich können auch periphere Aspekte von Flucht und Migration von Bedeutung sein, so u.a. rechtliche und philosophische Fragestellungen zu Staaten und ihren Grenzen.

Die Teilnehmenden erarbeiten sich den Kursinhalt mittels Vorträgen, Gruppenarbeiten, Diskussionen und Simulationen internationaler Institutionen (bspw. UN-Sicherheitsrat). In Vorbereitung der Akademie erhalten die Teilnehmenden wissenschaftliche Texte, die sie zum Kursinhalt hinleiten werden und deren Studium erwartet wird. Ein sicherer Umgang mit der englischen Sprache ist Voraussetzung. Die Teilnehmenden müssen in der Lage sein, auch für sie nicht überzeugende und teils unbequeme Standpunkte vertreten zu können.

Migrants and refugees are not pawns on the chessboard of humanity.

Die Kursleitung