Kurs JGW-3.4
Bauen ist Handeln

Klimawandel in der Architektur

Der Gebäude- und Bausektor verursacht ca. 40 % der CO2-Emissionen weltweit (Global Status Report for Buildings and Construction, 16.12.2020). Damit tragen Architektinnen und Architekten sowie alle am Bauen Beteiligten eine große Verantwortung dafür, wie sich unser Klima in Zukunft entwickelt.

Warum richtet die Bauwirtschaft so viel Schaden an? Müssen wir überhaupt noch neu bauen? Wie kann man langlebige und klimaneutrale Gebäude planen – und wieviel komplexe Technologie braucht es oder reicht eine Wiederentdeckung traditioneller Bautechniken?

In diesem Kurs untersuchen die Teilnehmenden die ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Dimensionen des nachhaltigen Bauens. Ausgehend von der Beobachtung der eigenen gebauten Umgebung finden sie den Einstieg in Themen wie Graue Energie, Flächenverbrauch oder Nutzungs- und Lebenszyklen. Zweiergruppen bereiten im Vorfeld Referate zu gebauten Beispielen vor, die anschließend im Plenum miteinander diskutiert und in den größeren gesellschaftlichen Kontext gebracht werden. Online zugeschaltet werden verschiedene Praktizierende aus der Baubranche, die durch Gastvorträge und Workshops den Kursteilnehmenden Einblick in ihre Ansätze bieten. Der Maßstab reicht dabei vom Städtebau bis zur Materialität des einzelnen Bauteils. Es wird klar, wie vielfältig die Herangehensweisen sind und dass einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit durchaus miteinander in Konflikt stehen können.

Die Teilnehmenden lernen ihre gebaute Umwelt zu lesen und entwickeln ein tiefes Verständnis für die Wechselbeziehung zwischen Architektur, Klima und Gesellschaft.

Ausstellung der für den Bau des Secessionsgebäudes verwendeten Materialmengen. (Bauschutt Hauptraum Secession, Installation von Lara Almarcegui in der Wiener Secession, 2010. Foto: Wolfgang Thaler)

Die Kursleitung