Kurs Ö-Sem-07
Meilensteine der Humanmedizin

Revolutionäre Entdeckungen im Kontext anatomischer, biochemischer und molekularbiologischer Erkenntnisse

Kursleitung: Mag.a Angelika Gausterer-Wöhrer; Alexander Otahal, PhD

Durch die Erforschung des anatomischen Aufbaus des menschlichen Körpers und dessen Organe gewann man die ersten grundlegenden Erkenntnisse zum Verständnis der Funktionen des menschlichen Körpers im gesunden und kranken Zustand. An ausgewählten Beispielen werden wir daher den Bau der Organe und ihre Arbeitsweise mit Hilfe von Mikroskop und Skalpell kennen lernen und so Verständnis für Funktionsstörungen erreichen.

Erkenntnisse in der Zellbiologie läuteten eine neue Ära ein. Was bei der Entartung von Zellen passiert, welche schließlich zu einer Krebsdiagnose führen kann und weitere zellbiologische Prozesse der Tumorbildung werden im Laufe des Kurses erarbeitet.

Weiters werden die Teilnehmenden sich ausführlich mit Infektionskrankheiten beschäftigen und mögliche Erreger mikroskopisch untersuchen und bestimmen.

Bakterien und besonders Viren kennt die Menschheit erst seit relativ kurzer Zeit, deren Entdeckung revolutionierte die Medizin aber maßgeblich. Im Besonderen werden Krankheitsbilder von Bakterien besprochen und Replikationswege verschiedener humanpathogener Viren inklusive SARS-CoV2 diskutiert.

Der Kurs wird auch Einblicke in die molekularbiologische Forschung und Erkenntnisse aus der molekularen Medizin vermitteln, ebenso Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden verschiedener Erbkrankheiten aufzeigen.

Ein weiterer Fokus liegt in der Frage, wie molekulare Oberflächenstrukturen dargestellt werden und dadurch die Funktion von Proteinen erforscht werden können. Die Kursteilnehmenden stellen dazu Proteinkristalle aus einer Lysozym-Lösung her und lernen mit der 3D Visualisierungssoftware PyMol zu arbeiten.

Die Forschung geht weiter, neue Erkenntnisse bereiten die nächsten revolutionären Entdeckungen vor. Möglicherweise erleben wir gerade eine medizinische Revolution, denn durch mRNA-basierte Vakzine und Therapeutika eröffnen sich viele neue Möglichkeiten, deren Prinzipien die Kursteilnehmenden kreativ erforschen.

Zielgruppe sind Jugendliche mit Interesse an kreativen, wissenschaftlichen Fragestellungen über den menschlichen Körper.

Die Teilnehmenden müssen bereit sein, sich auf vernetztes Denken einzulassen. Für die praktischen Arbeiten müssen sie aber auch bereit sein, sich „die Hände schmutzig zu machen“. Sehr interessant ist dieser Kurs für Schülerinnen und Schüler, die eventuell Medizin studieren wollen.