Kurs 4.5
Musik und Raum

Zur Akademie Clemenswerth 2026-4
16.07. - 01.08.2026 Sögel

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Was passiert, wenn ein Streichquartett in Hubschraubern verteilt spielt? Sind Passanten Kunst, wenn sie nichtwissend in ein Musiktheater stolpern? Was wird aus Opernhäusern in der Zukunft: Eisberg oder Kreuzfahrtschiff?

Musik gestaltet Raum und Raum gestaltet Musik. Dies geschieht auf unterschiedlichste Art und Weise. Der Kurs fragt nach der Beziehung dieser beiden Dimensionen. Er gibt die Möglichkeit, künstlerisch-praktisch zu experimentieren und theoretisch in verschiedenen Disziplinen zu forschen. Der Kurs betrachtet grundlegende Aspekte der Raumtheorie und bezieht aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen mit ein.

Im Sinne des wissenschaftlichen Arbeitens entwickelt und erforscht der Kurs eigene Forschungsfragen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, über soziologische und philosophische Theorien zu diskutieren und eigene Standpunkte zu entwickeln, festzuhalten und zu kommunizieren. Die theoretischen Überlegungen profitieren von den eigenen künstlerischen Erfahrungen. Das eigene Wahrnehmen und Gestalten von Musik bildet einen Ausgangspunkt für den kreativen Arbeitsprozess. Der Kurs realisiert eigene künstlerische Vorhaben, die die Grenzen des Musik-Raum-Verhältnisses erkunden. Der Kreativität steht nichts im Wege – ganz egal ob akustisch, digital, theatral oder intermedial.

Der Kurs setzt eine Offenheit gegenüber modernen Kunstformen voraus. Die Bereitschaft, sich auf künstlerische Experimente einzulassen, bietet dabei die Gelegenheit, die eigene Komfortzone zu erweitern und neue Dimensionen zu erschließen. Daneben wird ein breites wissenschaftliches Interesse vorausgesetzt. Es sind jedoch keinerlei spezifische instrumentale oder musiktheoretische Kenntnisse von Nöten. Zur Vorbereitung ist eine erste Auseinandersetzung mit künstlerischen Prozessen vorgesehen.

Die Kursleitung