Kurs
2.4
(Nicht) hier um dir zu gefallen?!
Zugehörigkeit und Individualität in sozialen Kontexten
16.07. - 01.08.2026 Torgelow am See
Menschen vergleichen sich mit anderen, identifizieren sich mit bestimmten Gruppen und grenzen sich zugleich ab. Das Bedürfnis dazuzugehören und gleichzeitig „Ich“ zu sein, prägt Freundschaften, Paarbeziehungen, Familie, Schule, Freizeit und soziale Medien. Besonders Jugendliche erleben dabei oft einen starken Druck, Erwartungen zu erfüllen und ein bestimmtes Bild nach außen zu zeigen.
Doch woher kommt dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Anerkennung? Wie entstehen soziale Vergleiche, Selbstwert, Selbst- und Fremdbild? Welche Rolle spielen Stereotype, Vorurteile und Geschlechterrollen? Und wie kann soziale Resilienz helfen, mit Ausgrenzung, Leistungsdruck oder Gruppendynamiken konstruktiv umzugehen?
Im Kurs erfolgt eine fundierte und kritisch Auseinandersetzung mit zentralen sozialpsychologischen Konzepten: soziale Vergleiche, Geschlechterrollen, Gruppenprozesse und soziale Resilienz. Dabei reflektiert der Kurs auch den Einfluss von sozialen Medien und KI-gestützten Rückmeldesystemen, die Bestätigung und Zugehörigkeit simulieren können. Die Teilnehmenden erwerben die Kompetenz, soziale Dynamiken zu analysieren, Einflüsse von Peergruppen und gesellschaftlichen Normen kritisch einzuordnen sowie eigene Denk- und Verhaltensmuster zu reflektieren. Sie lernen, Mechanismen von Stereotypisierung und Gruppendruck zu erkennen und lernen Ansätze zur Stärkung von Selbstwert und sozialer Widerstandskraft kennen.
Methodisch kombiniert der Kurs Inputphasen mit geleiteten Diskussionen, Kleingruppenarbeit, praktischen Übungen zu Perspektivwechsel und Selbstreflexion sowie vorbereiteten Kurzreferaten mit anschließender gemeinsamer Auswertung. Erwartet werden Offenheit, aktive Mitarbeit u. die Bereitschaft zur gründlichen Vorbereitung der (überwiegend englischsprachigen) Fachliteratur. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; philosophische Fragestellungen stehen nicht im Fokus.
Die
Kursleitung