Kurs
4.2
Diesen Kurstitel soll niemand wissen
Historische Chiffrierverfahren und wie sie sich entschlüsseln lassen
16.07. - 01.08.2026 Sögel
KRSCU LHGIM SNTOD ZBHCU MHFHN IWMRS DCUST FTROS DCUKR IMSSK RKOWM SWDCU ODGKS KNOIK CEOUM OOKXX – ob das wohl eine wichtige Nachricht oder nur zufälliger Buchstabensalat ist?
Nicht alle Nachrichten sollen öffentlich sein: So haben schon römische Feldherren auf ihren Eroberungsfeldzügen durch das vorchristliche Europa oder Protagonisten im Konflikt der katholischen Kirche und der Reformation in der Renaissance versucht, ihre Nachrichten so zu verändern, dass sie nur vom gewünschten Empfänger gelesen werden können. Und immer haben Menschen versucht, auch ohne Erlaubnis mitzulesen. Daraus entstanden die Kryptographie und Kryptoanalyse, die seither im Wettlauf miteinander stehen.
Viele Verfahren, die früher als sicher galten, sind heute durch den Einsatz von Computern leicht angreifbar - doch wie haben die Zeitgenossen ohne Computer Verschlüsselungen geknackt? Wie sicher waren die Verfahren eigentlich zu ihrer Zeit? Welche Eigenschaften und Strukturen von Sprache bieten ein Einfallstor? Kann der historische Kontext etwas zur Lösung beitragen? Die Teilnehmenden werden sich anhand von ausgewählten Verschlüsselungsverfahren aus der Antike bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts den Antworten auf diese Fragen nähern.
Im Kurs nähern sich die Teilnehmenden dem Thema von der Kryptoanalyse aus. Im Selbstexperiment ver- und entschlüsseln die Teilnehmenden Nachrichten aus der Geschichte der Kryptographie und der Weltgeschichte. Durch das gegenseitige Schicken von Nachrichten erlernen die Teilnehmenden interaktiv dabei die Schwächen und Stärken einzelner Verfahren.
In diesem Kurs werden die Teilnehmenden versuchen, Verschlüsselungen ohne Kenntnis der Methode zu brechen. Es ist also Lust am Puzzeln und an Detektivarbeit, jedoch keine Vorkenntnisse im Bereich Kryptographie nötig.
Die
Kursleitung