Kurs S.1
Hinter den Schlagzeilen

Konflikte kritisch verstehen

Zur SchülerAkademie Homburg/Saar 2026
28.06. - 10.07.2026 Homburg

nicht rollstuhlgeeigneter Standort nicht rollstuhlgeeigneter Standort

Konflikte prägen Weltpolitik und gesellschaftlichen Alltag: Sie eskalieren leise oder explosiv. Sie werden mit Worten, Sanktionen und mit Waffen geführt. Sie erscheinen als unübersichtliches Gewirr aus Interessen, Ideologien und historischen Verletzungen, doch folgen langanhaltende Konflikte oft Mustern.

Im Mittelpunkt steht die Konflikt- und Friedensforschung als Werkzeug, um internationale Konflikte zu verstehen, einzuordnen und kritisch zu bewerten. Der Kurs arbeitet mit historisch-soziologischen und psychologischen Perspektiven und fragt: Wie entstehen Konflikte? Welche Rollen spielen Macht, soziale Ordnung und kollektive Identitäten? Warum verlaufen ähnliche Konflikte in unterschiedlichen Regionen so verschieden?

Die Teilnehmenden untersuchen normative Grundlagen friedlicher Ordnungen. Menschenrechte gelten als globales Ideal politischen Handelns; ihre Verwirklichung hängt wesentlich von Wissen, Einstellungen und Handlungsbereitschaft ab. Strukturelle Bedingungen wie Ressourcenverteilung oder Konsummuster wirken konfliktprägend, da Ungleichheit und ökologische Krisen Formen struktureller Gewalt darstellen können.

Die Teilnehmenden schärfen analytische Skills, um Akteure, Dynamiken und Strukturen jenseits tagespolitischer Schlagzeilen zu erfassen und verknüpfen Theorieimpulse mit Fallbeispielen, Diskussionen und gemeinsamer Analyse. Diese Einordnung ist notwendig, um Deeskalation, Transformation und Friedensmöglichkeiten zu erarbeiten.

Außerdem analysieren die Teilnehmenden, wie Berichterstattung, soziale Medien, Desinformation und visuelle Darstellungen die Wahrnehmung von Gewalt, Akteuren und Legitimität beeinflussen. Ziel ist es, kritisch mit Quellen umzugehen, Narrative zu erkennen und mediale Dynamiken als Teil moderner Konfliktlandschaften zu verstehen.

Die Kursleitung