Kurs
C.2
Chinas Biopolitik im Wandel: Wie der Staat Körper formt
24.07. - 08.08.2026
Warum gelten bestimmte Körper als gesund, leistungsfähig oder „normal“? Wer bestimmt, wie Menschen sich bewegen, arbeiten, essen oder mit Stress umgehen sollen? Der Kurs untersucht diese Fragen am Beispiel Chinas und zeigt, wie sich Körper- und Gesundheitsvorstellungen historisch verändern.
Der Kurs ist interdisziplinär angelegt und verbindet chinesische Geschichte, Kultur, Philosophie, traditionelle Medizin sowie Aspekte von Mode, Medien und Stadtplanung. Ausgehend vom Konzept der Biopolitik nach Michel Foucault wird deutlich, dass Körper- und Gesundheitsvorstellungen gesellschaftlich und politisch geprägt sind und sich im Laufe der Zeit wandeln.
Im Mittelpunkt steht die Analyse, wie Staat, Gesellschaft und Kultur Körperbilder historisch wie gegenwärtig beeinflussen. China eignet sich dafür besonders, da hier lange Traditionen, gesellschaftliche Umbrüche und spezifische Formen staatlicher Steuerung zusammenwirken.
Anhand ausgewählter Epochen werden unterschiedliche Körper- und Gesundheitsvorstellungen untersucht – von Schönheitsidealen und Kleidung über traditionelle chinesische Medizin und kollektive Körperpraktiken bis zu Idealbildern von Sport, Schule und Arbeit. Ergänzt wird dies durch aktuelle Themen wie mentale Gesundheit, Fitnesskultur und digitale Gesundheitssteuerung.
Methodisch arbeitet der Kurs visuell und aktivierend. Bild- und Videoanalysen, Gruppenarbeit, kurze Bewegungsübungen und moderierte Diskussionen ermöglichen einen anschaulichen Zugang. Ziel ist es, Einblicke in China zu gewinnen und den Zusammenhang von Körper, Gesundheit und Gesellschaft reflektiert zu verstehen.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Im Vorfeld des Kurses wird ein Begrüßungsschreiben mit weiteren Informationen und vorbereitenden Aufgaben verschickt.
Die
Kursleitung