Kurs
2.6
Prof goes Public
Wissenschaftskommunikation zwischen Auftrag und Hype
16.07. - 01.08.2026 Torgelow am See
„Follow the Science“ oder bloßer Hype? Die Wissenschaft unterliegt heute großem Druck: Politik und Gesellschaft fordern, Wissenschaft dürfe sich mit ihrer Expertise angesichts drängender Probleme wie Klimawandel und Fake News nicht im Elfenbeinturm verstecken, sondern müsse ihre Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit tragen – am besten auf Augenhöhe. Aber wäre es wirklich sinnvoll, dass jedes Forschungsinstitut einen eigenen TikTok-Account betreibt?
Der Kurs untersucht dieses Spannungsfeld: Wozu braucht es überhaupt Wissenschaftskommunikation? Und wie kann gute Wissenschaftskommunikation gelingen?
Die Teilnehmenden differenzieren Wissenschaftskommunikation hinsichtlich verschiedener Paradigmen (z. B. Defizit- und Dialog-Modell), Player (z. B. Journalismus und PR) und Anlässe (z. B. Hochschulmarketing und Krisenkommunikation). Anschließend analysieren die Teilnehmenden aktuelle Fallbeispiele von Wissenschaft in der Öffentlichkeit. Über die theoretische Analyse hinaus erproben die Teilnehmenden eigene Formate: vom Science Slam über Social-Media-Kampagnen bis hin zu chemischen Pub Science Experimenten. Die Teilnehmenden versuchen sich zudem als Wissenschaftsjournalist*innen, indem sie über die anderen Kurse berichten.
Der Kurs verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Kreativität und der Mut zum öffentlichen Auftritt können dabei genauso hilfreich sein wie fachspezifisches Vorgehen.
Die
Kursleitung