Kurs 5.2
Veränderliche Sterne

Wenn die Himmelslichter „flackern“

Zur Akademie Roßleben 2026-5
09.07. - 25.07.2026 Roßleben-Wiehe

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Dass Sterne nicht so göttlich ideal konstant strahlen, das erkannten einem etwa 3200 Jahre alten ägyptischen Kalender zufolge schon unsere Altvorderen beim Stern Algol. Deutlich später - im Jahre 1875 - waren 143 veränderliche Sterne bekannt. Mit der Einführung fotografischer Methoden in die Astronomie machten die Entdeckungszahlen nach 1880 einen Sprung. Heutzutage ist die Zahl der bekannten Veränderlichen mindestens siebenstellig und sie wächst rasant.

Es gibt viele unterschiedliche Gründe für die Veränderung des Sternlichts. Entsprechend existieren viele verschiedene Typen veränderlicher Sterne. In der Astrophysik wird die Veränderung im Erscheinungsbild von Sternen dazu genutzt, um ganz grundlegende Eigenschaften der Sterne herauszufinden. So sind bedeckungsveränderliche Doppelsterne für die Sternphysik grundlegend wichtig, weil sie die Bestimmung der Sternzustandsgrößen Radius und Masse ermöglichen. Pulsationssterne wiederum nutzen wir als Standardkerzen, die für die Entfernungsbestimmung im ferneren Universum nötig sind.

Im Astronomiekurs erarbeiten Gruppen von Spezialisten verschiedene Aspekte der veränderlichen Sterne und tauschen sich untereinander aus (Abbild der modernen Forschungsarbeit). Nach Präsentationen sollen die Spezialisten ihr Forschungsfeld den anderen Teilnehmenden durch kleine Aktivitäten nahbarer machen. Eine anschließende Projektphase im Kurs dient dann zur Bearbeitung etwas größerer praktischer Aufgaben.

Vor dem Einstieg in das Kursthema steht eine kurze Einführung in die Grundlagen der Orientierung am Sternhimmel. Dabei bekommen die Kursteilnehmenden den ersten „Direktkontakt“ zu ihren Zielobjekten – den veränderlichen Sternen.

Offener Sternhaufen NGC 3766 im Sternbild Zentaur. © ESO / Der Sternhaufen NGC 3766 / CC BY 4.0 CC BY.

Offener Sternhaufen NGC 3766 im Sternbild Zentaur. © ESO / Der Sternhaufen NGC 3766 / CC BY 4.0 CC BY.

Die Kursleitung