Kurs 3.5
Zwischen Utopie und Realität

Visionmaking in der Stadtplanung

Zur Akademie Grovesmühle 2026-3
23.07. - 08.08.2026 Veckenstedt

nicht rollstuhlgeeigneter Standort nicht rollstuhlgeeigneter Standort

Besonderheiten bei den Verpflegungsmöglichkeiten Ernährung für Zöliakie nicht möglich.

Visionen und Utopien spielen in der Stadtplanung seit jeher eine wichtige Rolle – doch die Geschichte zeigt, dass sie nicht immer gut gealtert sind. Allzu oft ist die nächste Generation damit beschäftigt, die städtebaulichen Folgen früherer Visionen „aufzuräumen“.

Dieser Kurs untersucht das Instrument des Visionmaking in Vergangenheit und Gegenwart: seine Nutzung, seine Wirkung auf Städte und seine heutige Funktion und Berechtigung.

    Dabei widmen sich die Teilnehmenden unter anderem folgenden Fragen:
  • Wie beeinflussen wirtschaftliche Interessen, neoliberale Logiken und hegemoniale Machtstrukturen die Visionen unserer Städte?
  • Welche Wertebasis lag und liegt dem Visionmaking zugrunde?
  • Welche alternativen Perspektiven gibt es, und wie können Konzepte wie Radical Imagination und Prefiguration neue, gerechtere räumliche Zukünfte eröffnen?

Der interdisziplinäre Kurs verbindet Stadtforschung, Sozialwissenschaften, kritische Theorie sowie kreativ-künstlerisches Arbeiten. Neben der Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen entwickeln die Teilnehmenden in einem praktisch-gestalterischen Teil eigene Zukunftsvisionen für eine nahegelegene Stadt, die im Rahmen einer Exkursion erkundet wird.

Im Vorfeld bereiten die Teilnehmenden in Zweierteams deutsch- und englischsprachige Texte sowie eindrückliche Fallbeispiele vor, die in einem Vortrag im Kurs vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Besondere zeichnerische oder künstlerische Fähigkeiten sind nicht erforderlich. Ein Interesse an der Stadt als Forschungsobjekt, an urbanen Transformationsprozessen und einer kreativen, offenen Arbeitsweise ist förderlich.

Die Kursleitung