Kurs
C.5
Von lokal zu global: Chinas Grenzen & die Welt
24.07. - 08.08.2026
In der öffentlichen Berichterstattung wird China zunehmend als globaler Player dargestellt. Doch um machtpolitische Verhältnisse zu verstehen, fokussiert sich der Kurs zunächst auf die lokale Ebene. China ist ein Land von kontinentaler Größe und großer Heterogenität. Gerade weil China an 14 Nachbarstaaten grenzt, lassen sich vielfältige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamiken beobachten. Dabei stellen sich Fragen wie: Wer lebt alles in diesen Grenzregionen? Wie sehen diese unterbelichteten „(Kultur-)Landschaften“ überhaupt aus? In welchem Verhältnis stehen die Menschen zum „Machtzentrum Peking“?
Darüber hinaus gerät Chinas hegemonialer Machtanspruch im Zuge der Belt and Road Initiative zunehmend in den Fokus. Dabei ist interessant, lokale und globale Narrative zu untersuchen und sie im Kontext von historischen Entwicklungen einzuordnen. Welche Narrative das genau sind, lässt sich an verschiedenen Beispielen und Erfahrungen der Teilnehmenden veranschaulichen und diskutieren.
Diese unterschiedlichen Perspektiven liefern eine Basis, um die strategischen Ausrichtungen globaler Akteure zu vergleichen und ihre potenziellen Handlungslinien für Gegenwart und Zukunft greifbar zu machen.
Im Kurs setzen sich die Teilnehmenden mit der geographischen Struktur und Lage der VR China auseinander und verstehen historische Prozesse der territorialen Herausbildung Chinas. Die Teilnehmenden werden durch die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien (etwa Film, Fotografie oder historischen Dokumenten) an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt.
Für den Kurs sind keine Chinesischkenntnisse erforderlich, aber Interesse und Neugierde an politischen und historischen Fragestellungen und die Bereitschaft, sich in unterschiedliche Perspektiven einzudenken.
Die
Kursleitung