Kurs JGW-1.6
Konflikte zwischen Höhle und Hof

Gewalt und Krieg von der Steinzeit bis ins Mittelalter

Zur JGW-Akademie Papenburg 2026-1
04.08. - 16.08.2026

rollstuhlgeeigneter Standort rollstuhlgeeigneter Standort

„Bellum iustum“, „Deus vult“ und „ad arma“ - alle diese Zitate beziehen sich auf Gewalt und Krieg in der Vorzeit und im Mittelalter. Von den ersten Gemeinschaften der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters wandeln sich Lebensweisen, Ideen und Technologien ständig. Dadurch verändern sich auch die Auslöser und Folgen von Konflikten. Manche entstehen durch alltägliche Situationen, wie Ressourcen oder Nähe, andere entwickeln sich, sobald Menschen anfangen, Besitz zu definieren, Grenzen zu ziehen oder Einfluss auszubauen. Mit der Zeit betreffen Konflikte mehr Menschen und werden komplexer.

Gleichzeitig hinterlassen Konflikte Spuren: In frühen Epochen sind es vor allem archäologische Funde wie Werkzeuge, Befestigungen oder Verletzungen an Skeletten. Später kommen schriftliche Quellen hinzu, die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven festhalten. Zusammen zeigen sie, wie unterschiedliche Gruppen lebten, welche Herausforderungen sie hatten und wie sich Konflikte in verschiedenen Epochen entwickelten.

Die Teilnehmenden werden herausfinden, wie Konflikte entstehen, welche Faktoren sie beeinflussen und warum ihre Reichweite im Laufe der Geschichte immer weiter zunimmt. Die Untersuchung erfolgt anhand archäologischer und mittelalterlicher Quellen sowie ausgewählter Forschungsliteratur, die für Referate und die gemeinsame Diskussion im Voraus zur Verfügung gestellt werden. Die Teilnehmenden sammeln die Ergebnisse im Kurs und arbeiten sie für die Rotation auf.

In diesem geisteswissenschaftlichen Kurs gewinnen die Teilnehmenden einen Überblick über die Entstehung und Austragung von Konflikten von der Vorgeschichte bis in das Mittelalter. Weiterhin lernen sie Methoden der Geschichte und Archäologie kennen und erhalten einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten in Theorie und Praxis.

 

Die Kursleitung