Kurs 2.4
Spieltheorie

Zur Akademie Amberg 2024-2
08.08. - 24.08.2024

Die Spieltheorie ist eine mathematische Disziplin, deren Gegenstand die Modellierung und Analyse von Entscheidungssituationen ist, in denen das Ergebnis eines Spielers von den Handlungen anderer Spieler abhängt. Im Jahr 1943 begründeten der Mathematiker John von Neumann und der Ökonom Oskar Morgenstern mit ihrem Buch „Theory of games and economic behaviour“ die moderne Spieltheorie. Seither hat die Spieltheorie, die auch als „Mehr-Personen-Entscheidungstheorie“ bezeichnet wird, viele Anwendungen in anderen Wissenschaften gefunden, zu denen die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die Computerwissenschaften, die Politik- und Rechtswissenschaften, die Philosophie, die Biologie und die Physik gehören. Die Teilnehmenden werden die Grundlagen der Spieltheorie erarbeiten und ihre Anwendungen in Projekten untersuchen, besonders in der Ökonomie und den Wirtschaftswissenschaften. Die Teilnehmenden lernen dabei mathematische Theorien auf reale Situationen anzuwenden.

In einem ersten Kursteil erarbeiten die Teilnehmenden die notwendigen mathematischen Grundlagen in Seminarform. Dabei arbeiten die Teilnehmenden gemeinsam an mathematischen Texten, informieren sich gegenseitig über ihre Literatur und lösen Übungsaufgaben. Im zweiten Teil erforschen die Teilnehmenden in Zweierteams spezielle Fragestellungen des Themas in kleinen Projekten, deren Ergebnisse sie im dritten Teil durch Vorträge präsentieren und in schriftlicher Form dokumentieren.

Teilnehmende benötigen keine speziellen mathematischen Kenntnisse, sie müssen aber aufgeschlossen gegenüber neuen und ungewohnten mathematischen Arbeitsmethoden sein. Programmierkenntnisse sind bei der Durchführung einiger Projekte aus dem zweiten Kursteil nützlich.

Die Kursleitung